Geografie und Klima in Ostgrönland

Lebendige Vielfalt an Ostgrönlands Küste

Der grösste Teil Grönlands liegt im Bereich des nördlichen Polarkreises, und wenn man Landkarten betrachtet, scheint die Insel vollständig von Eis bedeckt zu sein. Dies ist nur zum Teil richtig: 80 %, das Landesinnere, sind tatsächlich das ganze Jahr über vom so genannten Inlandeis bedeckt; ein Küstenstreifen allerdings, mancherorts nur wenige hundert Meter, anderswo bis zu 250 km breit, ist im Sommer schnee- und eisfrei. Das Inlandeis ist eine bis zu 3.500 Meter dicke Eisschicht, die mit ihrem Gewicht so auf das unter ihr begrabene Urgestein drückt, dass dieses teilweise wahrscheinlich 250 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.

Die Masse dieses Eispanzers bleibt immer nahezu gleich: Was über Gletscher ins Meer geschoben wird, an der Kante abbricht und die Eisberge bildet (im Fachjargon heisst es, die Gletscher „kalben“), wird durch Niederschläge ausgeglichen. Auf dem Küstenstreifen wächst in der schnee- und eisfreien Zeit eine reiche arktische Flora, leuchtend bunte Blumen, Wollgras, Moose, Flechten in vielen Farben und Formen, Pilze und Beeren. Es gibt Schmetterlinge und Vögel; Schneeammern, Steinschmätzer, Seeschwalben, Kolkraben und der Weisse Seeadler brüten hier, und mit viel Glück können Sie einen Polarfuchs sehen.

The Red House - Eastgreenland - Geografie - Klima
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Jahrhundertelange Abgeschiedenheit

Das Meer an der Ostküste Grönlands ist im Winter zugefroren; für Schiffe ist es nur drei Monate (Juli bis September) befahrbar. Dies verhinderte lange Zeit, dass Ostgrönland kolonisiert und von europäischer Kultur beeinflusst wurde. Ostgrönland ist nur sehr dünn besiedelt: auf 10.000 Kilometer Küstenlänge leben nur 3.500 Menschen, davon beinahe 3.000 in Tasiilaq, dem wirtschaftlichen Zentrum Ostgrönlands. Die Ostgrönländer folgen zum Teil noch ihrer traditionellen Lebensweise, vor allem in den Dörfern außerhalb Tasiilaqs. Von ihrer jahrhundertelangen Abgeschiedenheit profitiert der heutige Besucher: Er trifft auf eine völlig andere Welt und kann sich von der fremdartigen Kultur faszinieren lassen.

Sonnengenerator Inlandeis

In Ostgrönland scheint fast immer die Sonne: Die sich über Neufundland und entlang des Golfstroms bildenden und ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiete werden von den vom grönländischen Inlandeis kommenden Winden, den so genannten katabatischen Winden, abgelenkt und nach Island geleitet. Während Island nur rund 50 Schönwettertage pro Jahr hat, sind es in Westgrönland immerhin 200 - in Ostgrönland aber 300!

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Die besten Reisezeiten

Urlaub in Ostgrönland - das kann alles sein: beschauliches „Nichtstun“; die Stille und herrliche Ausblicke geniessen; lesen, spazieren gehen; Begegnungen mit den Einheimischen und ihrer Kultur; Bootsfahrten zwischen Eisbergen und Walen; anspruchsvollstes Sommer- und Wintertrekking, Klettertouren, Expeditionen auf das Inlandeis und in die Berge Ostgrönlands. Weihnachten und Neujahr sind hier die ruhigsten Tage - der westliche Festtags- und Einkaufstrubel ist weit weg. „Zum Ausgleich“ bekommen Sie hier: einen endlosen Himmel über Schneefeldern und zugefrorenem Meer, intensive Farben, die ganze Farbpalette des Lichts, einen unglaublichen Sternenhimmel, sich ständig verändernde Nordlichter in allen Formen - ein unfassbares Schauspiel. Wir feiern gemeinsam Weihnachten und Silvester - Silvester sogar zweimal, denn aufgrund der Zeitverschiebung lassen die Dänen um 20:00 Uhr (d.h. 24 h in Dänemark) die Raketen steigen und um 24:00 Uhr die Grönländer.

Piteraq

Der Piteraq ist ein katabatischer Wind, der auf dem grönländischen Eisschild entsteht und anschließend an der Ostküste abwärts strömt. Das Wort „Piteraq“ bedeutet im Grönländischen „Der, der dich angreift“. Am häufigsten bläst er Herbst und Winter mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h.

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Winter in Ostgrönland

Im Spätwinter und Frühling (März, April und Mai), wenn die Tage wieder länger werden (im März ist es bereits 14 Stunden hell), können Sie ausgedehntere Hundeschlitten-, Ski-, Schneeschuhtouren oder Wanderungen zu Fuss unternehmen. Im Mai zeigen sich die ersten Moose, Flechten und Blüten. Die mittlere Temperatur liegt bei 0° C, aber in der Mittagssonne steigen die Temperaturen bereits auf + 10 bis 20° C an.

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The Red House - Eastgreenland - Geografie - Klima - Polarlicht
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Sommer in Ostgrönland

Der Sommer in Ostgrönland (Juni, Juli und August) ist intensiv: In dieser Zeit erfährt das Land eine ungeheure Verwandlung: Die karge Landschaft erblüht in der Mitternachtssonne, und die Temperaturen können in der Sonne auf über 20 °C ansteigen. Zeit für Wanderungen, für Trekking-, Boots- und Kajaktouren, für Walsafaris, und in den „tausend“ Seen ist Badezeit!

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Herbst in Ostgrönland

Im Herbst (September) ist die Landschaft geprägt von der bunten Vegetation, dem ersten Schnee auf den Bergen und den langen Schatten der bereits tiefstehenden Sonne. Die Temperaturen können nachts schon den Gefrierpunkt erreichen; am Tage aber wird es noch angenehm warm. Ideal, um von unserem Haus aus Tageswanderungen zu unternehmen und abends am Holzofen gemütlich in einem guten Buch zu schmökern.

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Robert Peroni

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